Kabelanschluss Internet
 
 

3 gewinnt: Kabelfernsehen, Internet und Telefon


Die drei großen Kabelnetzanbieter in Deutschland jagen DSL-Anbietern zunehmend Kunden ab. Grund hierfür ist das überwiegend sehr preisgünstige "Highspeed Internet" mit hohen Download-Raten von 10 Mbit/s bzw. bis zu 200 Mbit/s. Diese Maximalgeschwindigkeiten werden zwar auch von DSL-Anbietern realisiert, doch zur Stunde noch zu vergleichsweise hohen Preisen angeboten. In punkto Preis-/Leistungsverhältnis haben die Kabelnetz-Anbieter Kabel Deutschland und Unitymedia zurzeit klar die Nase vorn.

Kabelanschluss Fernsehen

TV, Internet und Festnetz

Das Angebot, das auch als Triple-Play bezeichnet wird, vereint alle drei wichtigen Infrastrukturdienstleistungen, die bislang zumeist von Telekommunikationsunternehmen angeboten wurden. Triple Play ist in der Telekommunikation seit etwa vier Jahren ein Marketing-Begriff für das gebündelte Angebot von drei Diensten audiovisueller Unterhaltung (Fernsehen, Video-on-Demand), (IP-)Telefonie und Internet-Zugang.

 

DSL- und TV-Markt im Wandel

Momentan ist auf dem Telekommunikationsmarkt ein interessanter Verdrängungswettbewerb zu erkennen. Traditionelle Telefongesellschaften warten mit immer umfassenderen TV-Fernseh-Angeboten auf. Die Kabelnetzbetreiber revanchieren sich mit "High-Speed-Internet- Zugängen" und versuchen Marktanteile im DSL-Markt zu ergattern. Quasi als “Obendreingabe” erhalten Kabelanschluss-Kunden einen Festnetzanschluss, der sich bei genauerem Hinsehen als IP-Telefonie-Anschluss entpuppt, was Nutzer in der Praxis jedoch kaum stören dürfte. Internet- und Telefon-Flatrates sind heutzutage fast obligatorisch. Das gestaltet den Preisvergleich prinzipiell leicht.
 

Massentrend: Maximale Internet-Geschwindigkeit

Die Vorteile möglichst breitbandiger Internet-Zugänge liegen auf der Hand: Mehr und mehr setzen sich großvolumige Internet-Angebote durch, sei es nun in Form von Video-Streams, beim Austausch hochauflösender Digitalfotos, der Nutzung von Live-Videokonferenzen oder eben jener von audiovisuellen Angeboten wie das digitale Fernsehen oder Video-on-Demand. Da das verfügbare DSL-Netz längst nicht flächendeckend ist, zumindest was Geschwindigkeiten von 16 Mbit/s betrifft, entscheiden sich derzeit viele Privatleute und auch Geschäftskunden für einen überdies schnelleren Internet-Zugang, der von regionalen Kabelnetzbetreibern angeboten wird.

Nachteile von Triple Play

Die oft zitierten Nachteile eines möglichen Totalausfalls aller wesentlichen Kommunikationswege traten in der Praxis bisher kaum zutage. Das gilt sowohl für die Dienste der Kabelnetz-Anbieter, als auch für jene der Telekommunikations-Provider. Inzwischen verfügen viele Kunden zudem über einen Mobilfunkanschluss sowie über zweiten Internet-Zugang-Dienst, z. B. via UMTS, der die Nutzung des Internets standortunabhängig garantiert. Etwaige Nachteile, die sich aus der Bündelung aller wesentlichen Kommunikationswege ergeben könnten, sind deshalb weitgehend zu vernachlässigen.

Was sich im TV-Kabelnetz geändert hat

Die bemerkenswertesten Veränderungen, die die Kabelnetze in den vergangenen Jahren erfuhren sind in ihrer technischen Aufrüstung begründet. Zunächst waren die Kabelanschlüsse nicht bidirektional, sondern nur für den Download (Empfang des Fernsehprogrammes) ausgelegt. Das bedeutete, der Rückkanal konnte nicht - wie bei einer DSL-Leitung - mit individuellen Daten versehen werden. In den Anfängen des DSL-Kabel-Zeitalter wurden deshalb zu versendende Daten (Upload) zumeist auf einem konventionellen Telekommunikations-Leitungsweg versandt (z. B. via ISDN).
Kabel Internet

Diese Praxis war aus verschiedensten Gründen inakzeptabel. Mit Hilfe des Kabelmodems konnten Nutzer zwar vergleichsweise üppige Datenmengen mit hohen Geschwindigkeiten downloaden, doch beim Senden von Daten war man auf alternative Internet-Zugangswege angewiesen. Diese Situation hat sich seit einigen Jahren grundlegend verändert. Längst ist der Upload von Daten - vergleichbar mit der Geschwindigkeit von DSL-Anschlüssen - realisierbar.


Fazit:

Triple Play mit Kabelanschlüssen boomt. Sei es nun aufgrund des Breitband-Internet-Zugangs von satten 200 MBit/s beim Daten-Download, sei es aufgrund der Flatrate-Telefonie über das Fernsehkabel oder durch den gebotenen, digitalen Fernseh- und Radio-Empfang. Die Kinderkrankheiten der Kabel-Internet-Anfangsjahre scheinen inzwischen völlig behoben zu sein. Vom mittlerweile gebotenen Preis-/Leistungsverhältnis der Kabel-Internet-Angebote konnte sich der Autor dieser Zeilen inzwischen "Live & in Farbe" zu voller Zufriedenheit überzeugen.






trenner Kabelanbieter in Deutschland
trenner